DIE MALENDEN FRAUEN VON MITHILA

Nepal/Nordindien

DIE MALENDEN FRAUEN VON MITHILA  malen Mandala um die Götter zu verehren

 

 

Im Auftrag der Götter

Das künstlerische Entwicklungsprojekt DIE MALENDEN FRAUEN VON MITHILA aus dem Terai von Nepal/Nordindien wurde von Astrid Peller ins Leben gerufen. Die zeremonielle Maltradition ist mehr als 3000 Jahre alt. Das Wissen um die Ur-Symbole der hinduistischen Götterwelt wird von den Künstlerinnen im Terai von Nepal/Nordindien in malender oder modellierender Form ausgedrückt. Seit Generationen wird dieses Wissen von der Mutter oder Großmutter an die Tochter und Enkelin weitergegeben. Bei Pujas, den Verehrungszeremonien für die zahlreiche Götter der Hindu-Mythologie haben die Symbole eine zentrale Bedeutung. Sie werden von jungen, unverheirateten Mädchen mit Reispaste als Mandala auf den Lehmboden gemalt.. Das kreisförmige Mandala stellt den Tempel für die jeweilige Gottheit dar. Ursprünglich stellten die Frauen ihre Farben aus Pigmenten von Pflanzen her oder benutzten Ruß vom Kochtopf, den sie mit Kuhurin vermischten. Heute verwenden sie Farben die sie auf den Märkten in den Dörfern kaufen können. 

Kunst-Nepal-Malerei-Swami

Ein totaler Glücksfall

Der spontane Entschluss 1992 für mehrere Monate nach Nepal zu reisen war ein Glücksfall für mich. Meine Liebe zu dem ehemaligen Himalaja Königreich mit seiner jahrhunderte alten Kultur, den freundlichen Menschen, der sinnlichen Farbenpracht des indischen Subkontinents und seinem bunten Völkergemisch ist mir eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration um kreativ tätig zu sein. Bei meinem ersten Aufenthalt 1992 lernte ich den alten Swami Dharmjoti kennen, mit dem ich abenteuerliche Reisen in die Dörfer vom Terai in Südnepal/Nordindien unternahm. Dort lernte lernte ich die Künstlerinnen der Malenden Frauen von MIthila kennen. Das wunderbare Hotel Vajra mit seinem gemütlichen Gästehaus ist seit über 20 Jahren meine unentbehrliche, zweite Heimat.

SUGA VILLAGE

SUGA VILLAGE

Gästehaus in Kathmandu

Guesthaus Vajra

Mithila Künstlerin

Sugar Village ist ein typisches Terai Dorf mit Lehmhäusern und Stroh gedeckten Dächern. Es liegt wenige Kilometer von der kleinen, historischen Stadt Janakpur entfernt, nahe der nordindischen Grenze. Die Gastfreundschaft der Dorfbewohner war überwältigend. Meine abenteuerlichen Aufenthalte mit Swami in den Dörfern des Terai sind mir unvergesslich. Hier begegnete ich den Künstlerinnen der Mithila Malerei. Die glühende Hitze, Schlangen, Brahmanen und nicht enden wollende Pujas morgens und abends, schafften mir Einblicke in eine faszinierenden Kultur. 

 

Das Gästehaus in Kathmandu ist meine zweite Heimat. Seit 20 Jahren ist es eine Oase, die unentbehrlich für meine Aufenthalte in Nepal geworden ist, ohne die meine abenteuerlichen Unternehmungen nicht möglich gewesen wären. Am ersten Tag meines Aufenthaltes lernte ich Swami kennen. Er saß im Lotussitz am Kaminfeuer des Restaurants und füllte mit seiner Präsenz den ganzen Raum aus. Er  fragte mich ob ich Künstlerin sei und ob ich mit ihm ins Terai zu den MALENDEN FRAUEN fahren wolle. Spontan war meine Antwort: Ja, ich will!

Mithila Künstlerin bemalt eine Göttin, die zur Begrüßung meiner Ankunft in dem Dorf von ihr modelliert wurde. Die hochtalentierten Künstlerinnen der MALENDEN FRAUEN VON MITHILA stellen neben kunstvollen, naiven Gemälden auch Kunsthandwerk aus Pappmache' her. Skulpturen, Gemälde und Schachteln werden in Kathmandu in Souvenir Shops verkauft. Für die sehr armen Frauen im Terai von Nepal/Nordindien ist das eine geringe Einnahmequelle, die ihr alltägliches Leben ein etwas erträglicher macht.

Liebesgöttin Lakshmi

Göttin der Liebe

Surja & Chandra

Indische Gottheiten Surja & Chandra

Gott Indra`s Reittier

Art Projet Garuda

Katalog